Montag, 25. Oktober 2010
Ein Umzug kann einen länger beschäftigen als man möchte. Als ich von Köln nach Hamburg umziehen musste, ging der Umzug relativ schnell. Eine WG gefunden, tolle Arbeit und die Nachbarn stimmten auch. Allerdings war der Kampf mit dem Internetanschluss ein ewiger Krieg. Erschwerend kam hinzu, dass es in einer WG lange Entscheidungsprozesse gibt. So auch bei der Frage, wo ein
günstiger Internet Zugang zu bekommen ist.
Der Wust an Angeboten, Werbungen und marathonähnliche Touren durch die Stores der Anbieter nahmen Zeit in Anspruch. Viel Zeit! Hätte ich eine Wohnung allein bezogen, wäre der Vergleich von Anbietern durchaus schneller geschehen. Aber Mitbewohner A mochte den Anbieter an sich nicht, Bewohner B störte die Werbefigur und Bewohner C hätte alles abgeschlossen. Hauptsache, Internet. Gut, die letzte Einstellung konnte ich noch halbwegs vertreten. Es vergingen gefühlte Ewigkeiten bis wir uns entschieden hatten und ich den netten Mitarbeiter zur Anschlussprüfung in unserer WG begrüßen durfte. Ich konnte froh sein, dass ER Zeit gefunden hatte MICH zu besuchen.
Zumindest vermittelte mir die Dame am Telefon diesen Eindruck bei der Terminwahl. Ein günstiger Internet Zugang fordert Opfer. Der bedächtige Elektriker nahm sich alle Zeit dieser Welt. Fast hätte ich ihn gefragt, ob er nicht zum Essen bleiben wolle; wir hatten nun schon den ganzen Tag miteinander verbracht. Neue Freunde findet man auf die ungewöhnliche Art und Weise. Nach einer Woche gespannten Wartens auf die Freischaltung fragte ich mich, ob all die Zeit und Geduld ein günstiger Internet Zugang rechtfertigt? Die Auskunft meines Anbieters wußte keine Antwort.